Hoch über der Melchsee-Frutt
25.9.2016
Route: Melchsee-Frutt (Bergstation) – Schratten – P. 1875 – Oberstafel – Unterstafel – Wang – Laueli – P. 1722 – Zigerboden – Heufrutt – P. 1933 – P. 2094 – P. 2195 – Barglenchäle – P.2432 – P. 2551 – Barglen (2669) – P. 2551 – P. 2432 – o von Chli Hohmad – P. 2412 – P. 2442 – Hohmad – P. 2306 – Chringen – P. 2182 – Bonistock – Schratten – Melchsee-Frutt
Das bekannte und riesige Hochplateau der Melchsee-Frutt ist mit seinen Seen und den Bergen rundherum ein landschaftlich einzigartiges Gebiet und es zieht mich immer wieder an diesen Ort. Für diesen Tag wähle ich die Barglen aus – ein stiller und abgelegener Gipfel inmitten dieser Szenerie.
Von Sarnen geht es mit dem Postauto durchs Melchtal bis zur Stöckalp und mit der Gondelbahn hoch zur Melchsee-Frutt.
Ich beginne mit meiner Tour bei der Bergstation, biege nach kurzer Zeit links ab und betrete das Gebiet mit dem Namen “Schratten“. Kurz vor P. 1875 komme ich auf einen Höhenweg, der zur Ober- und Unter-Stafel und runter in den Kessel von Wang führt. Der Weg dahin ist nicht besonders attraktiv, aber die Aussicht und die schöne Morgenstimmung machen das wieder wett. Danach wandere ich auf der anderen Seite des Kessels hoch zur Alp Laueli und weiter zu P. 1722. Die Alpen sind bereits verlassen, eine unglaubliche Ruhe liegt über diesem noch im Schatten liegenden Tal. Weiter geht es über Weide- und Karstgelände via Zigerboden zur Heufrutt und bis zu P. 1933, der Wolfisalp. Hinter dem Alpgebäude folge ich den Wegspuren und steige danach weglos an P. 2094 vorbei in Richtung P. 2195 . Nun quere ich, inzwischen definitiv im Karst, Geröll und Schutt angekommen, entlang des mächtigen Gipfelaufbaus der Barglen in Richtung der Barglenchäle. Durch ein kleines Tälchen erreiche ich die Mündung der Chäle, wo schwache Wegspuren und ein paar Steinmänner auszumachen sind. Denen folge, bis ich bei P. 2432 auf den “Normalweg“stosse. Nach diesem steilen und eindrücklichen Abschnitt werde ich mit einem ersten atemberaubenden Blick über das Hochplateau der Melchsee-Frutt belohnt und geniesse diesen schönen Moment. Dann, nach einer Kraxelstelle über eine kurze Steilstufe, wandere ich weiter durch diese wilde Karstlandschaft bis zum Gipfel. Obwohl bereits der Aufstieg ab dem Ende der Barglenchäle recht aussichtsreich ist, haut mich der Rundblick von der Barglen (einmal mehr) aus den Schuhen!
Nach der ausgedehnten Gipfelpause kommt nun quasi das Dessert: Der spannende und lange Abstieg über den knapp 6 Kilometer langen Kamm bis zur Melchsee-Frutt. Das bedeutet, zuerst wieder runter zu P. 2432 und dann in Gehgelände beziehungsweise mal kraxelnd oder mit Hilfe von Fixeilen auf der Nordseite um die Chli Hohmad herum. Bei P. 2412 geht es eher luftig über einen kurzen Grat und über eine steile Kante kraxelnd hinauf zur Hohmad, einer grossen Weidekuppe. Die Aussicht bei P. 2442) ist so schön, dass ich mir hier nochmals eine Pause gönne. Nur schon für diesen Platz lohnt sich eine Wanderung hierhin. Danach geht’s runter nach Chringen, über den Grat zum Bonistock und zum Abschluss nochmals durch Schrattengelände zur Melchsee-Frutt – wo es dann wie erwartet nicht mehr so ruhig ist… Nach diesem Traumtag kümmert mich das aber nicht im geringsten. ;-)
Weitere Infos:
- SAC Clubführer: Zentralschweizerische Voralpen